Interaktion von Behinderung, Kompetenzen und LTA

Herausforderung

Zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten dienen verschiedene Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA). Kann ein erlernter Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausgeübt werden, können durch Bildungs­maßnahmen weitere Kenntnisse und ggf. höhere Qualifikationen erlangt werden, die der beruflichen Reintegration dienen. Die Planung dieser Maßnahmen richtet sich nach der Behinderung und den individuellen Ressourcen, die i. d. R. mehrere Monate vor Beginn der Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben fest­gestellt werden.

Ziele

Zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit werden in einem Monitoring-Verfahren dynamische interaktive Prozesse zwischen Behinderung, Kompetenzen und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben begleitend zur Maßnahme erfasst und noch während ihrer Durchführung entsprechend berücksichtigt. Dabei werden Maßnahmeteilnehmerinnen und teilnehmer, Betreuerinnen und Betreuer sowie ggf. auch betriebliche Ansprechpartnerinnen und -partner, Kostenträger und andere Beteiligte einbezogen. Ungünstigen Entwicklungen oder zu hohen Beanspruchungen wird damit durch gezielte unter-stützende Maßnahmen rechtzeitig entgegengewirkt.

Durch die regelmäßige intensive Abklärung von Problembereichen werden

  • die Zufriedenheit der Teilnehmer/innen erhöht,
  • Maßnahme-Abbrüche verhindert,
  • die Gestaltung von Maßnahmen optimiert,
  • die Qualifikationsergebnisse von Maßnahmen verbessert,
  • die Passung zwischen dem Profil des/der Teilnehmers/in und seinem neuen Arbeits-platz im Sinne des „Best Fit“ herbeigeführt,
  • die Integrationsquote erhöht,
  • die berufliche Integration dauerhaft gesichert.

Eine Übertragung auf Benachteiligte mit anderen Behinderungen (z. B. Lernbehinderte) wird ange-strebt. Die Strategie soll national und international nutzbar gemacht werden.

Zielgruppe

Das Projekt Interaktion von Behinderung, Kompetenzen und LTA richtet sich an Men-schen mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die aufgrund ihrer Beschwerden ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können und deshalb im Rahmen der beruflichen Rehabilitation Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten.Hauptzielgruppe sind Personen mit Erkrankun-gen am Halte- und Bewegungssystem sowie Sehgeschädigte im Alter von 20 - 50 Jahren, die an qualifizierenden Integrationsmaßnahmen teilnehmen.

 

Poster Interaktion Transnationales Treffen vom 11.10 - 14.10.06

 


Kontakt

Institut für Rehabilitationsmedizin der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Straße der Opfer des Faschismus 6
06097 Halle/Saale

Ansprechpartner:
Larissa Beck

 

Telefon: +49 345 5571632
Fax: +49 345 5574206
E-Mail: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
Internet www1.medizin.uni- halle.de /irm
Laufzeiten

Das Projekt Interaktion von Behinderung, Kompetenzen und LTAläuft über einen Zeitraum von zwei Jahren vom 01.07.2005 bis zum 30.06.2007.

Nach einer Vorbereitungsphase von ca. 3 Monaten werden ab Herbst 2005 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlicher Qualifikationsmaßnahmen vor, während und nach ihrer beruflichen Rehabilitation im Rahmen eines systematisierten Monitoring-Prozesses begleitet.

Laufzeiten
Das Teilprojekt TELEOBA wird im Zeitraum vom 01.07.2005 bis 31.10.2007 durchgeführt.

 


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