Vielfalt im Mitarbeiterteam - "bunt gemischt" Erfolge erzielen

Diversity Management als Bestandteil der Unternehmensstrategie

Diversity - oder auf deutsch: Vielfalt - findet sich jedem Unternehmen. Bezogen auf Geschlecht, Alter, Familiensituation, Religion, ethnische Herkunft, Formen von Behinderungen oder unterschiedlichen Lebensentwürfen kann man nicht von einer "Standardbelegschaft" oder dem "Standardkunden" sprechen. Diese Vielfalt birgt Risiken und Konfliktpotenziale, ebenso wie klare Chancen.

Was ist Diversity Management und warum macht man das?

Unter Diversity Management (DiM) versteht man ein Ansatz der Unternehmensstrategie und -führung, dass die Vielfalt unter den Mitarbeitern bewusst wahrnimmt, in all seinen Facetten berücksichtigt und ihre sich gegenseitig ergänzenden Potenziale nutzt. Dabei kommt es darauf an, Unterschiede und Vielfalt als positiv zu empfinden, sie zu schätzen und mit einer entsprechenden Organisationskultur zu unterstützen. Wer lernt, offener mit Unterschieden umzugehen, verfügt beispielsweise auch im Umgang mit Kunden über die größere Sensibilität.

Für Unternehmen in der BRD ist neben dem Kundenargument ein noch weiteres Argument für die Einführung von Diversity Management die personalpolitische Bedeutung. Diversity Management als personalpolitisches Instrument kann ein Unternehmensklima und Unternehmensbedingungen schaffen, die die Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft steigern. Damit ist es ein zentrales Mittel zur Rekrutierung und Bindung von Mitarbeiter/-innen.

Woher kommt Diversity Management?

Den Ursprung hat das Diversity Mangement in den USA. Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung des DiM in den USA wird immer wieder die Veröffentlichung der Studie „Workforce 2000“ Ende der 1980ger genannt. In der Studie wurde deutlich, dass aufgrund des demografischen Wandel der Anteil der weißen, männlichen Mittelschicht an der Erwerbsbevölkerung stark rückläufig ist. Auch in der BRD stellen der Demografische Wandel und der damit verbundene Führungskräftemangel und veränderte Beschäftigtenstrukturen einen wesentlichen Motor für die Einführung des DiM dar. Dennoch ist Diversity Management in der BRD bei weitem nicht so verbreitet wie im nordamerikanischen Raum. Derzeit ist DiM hier vor allem noch etwas für große und internationale Unternehmen, die möglichst ein Stammhaus in den USA haben.

Was können Unternehmen tun?

Trotz der noch geringen Verbreitung in der BRD sollten sich spätestens seit der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) im August 2006 nun auch KMU Gedanken um die diskriminierungsfreie Gestaltung ihrer Personalarbeit und ihrer Unternehmensstrukturen und -prozesse machen. Diversitytrainings bieten beispielsweise die Möglichkeit diskriminierendem Verhalten in ihrer Belegschaft vorzubeugen. Gleichzeitig werden Vorurteile, Stereotypen oder dominierende Gruppen in Frage gestellt und das Bewußtsein und die Wertschätzung für Andere erhöht.

Neben den Diversity-Trainings oder Workshops ist es wichtig, dass das Thema Vielfalt in der gesamten Unternehmenspolitik verankert wird. Es kann beispielsweise im Unternehmensleitbild, in einer Betriebsvereinbarung oder einem Verhaltenskodex festgeschrieben sein. Andere Maßnahmen sind beispielsweise Mentorenprogramme, die Bildung von Netzwerken, interne und externe Kommunikation des Themas oder personelle und organisationale Maßnahmen, die man unter dem Stichwort Work-Life-Balance (z.B. flexible Arbeitsorganisation, Sabbaticals, Betreuung von Angehörigen) zusammenfassen kann.

Absolute Voraussetzung für an der Unternehmens- und Personalstrategie ausgerichtete Maßnahmen ist das Wissen über die Ist-Situation in dem jeweiligen Unternehmen. Diese Bestandsaufnahme gibt beispielsweise Auskunft über die Demografie der Beschäftigten (Alterstruktur, Geschlechtsverteilung, vorherrschende Artbeitszeitmodelle, Qualifikationsstand u.ä.), bis hin zur vorhandenden Unternehmenskultur oder die Motivation der Mitarbeiter/-innen. Darüber hinaus finden auch externe Aspekte wie Marktpositionierung, Zufriedenheit der Kund/-innen oder Image des Unternehmens Beachtung.

Im Rahmen des Projektes D-Quadrat Management wurde ein kompaktes Einstiegsinstrumentarium zur Durchführung der Ist-Analyse in Unternehmen konzipiert und erprobt. Für weitere Informationen zum Unternehmenscheck Diversity Management stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung.

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet sich eine Kombination aus Diversity-Management und Disability-Management an, um daraus durch Synergieeffekte mit relativ geringen Ressourcen positive Effekte für das Unternehmen zu erzielen.

 


 


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